6 einfache Übungen für mehr Selbstliebe

Aktualisiert: 22. Aug. 2021


Selbstliebe klingt egoistisch, Selbstfürsorge klingt seltsam. Aber nur, weil es in unserer Leistungsgesellschaft kritisch beäugt wird, wenn man einfach mal was für sich selbst tun möchte.


Selbstliebe und Selbstfürsorge sind kein Egoismus, sonder ein wichtiger Teil der holistischen Gesundheit. 


Fühlt sich Dein Leben an wie ein Hamsterrad?


Du rennst und rennst – versuchst für alle Deine Lieben da zu sein, Deine Haustiere, Deine Karriere. Dazu hast Du noch eine unendliche Liste an Verbesserungspotenzial: Gewicht verlieren. Stärker werden. Mehr Sport. Meditieren. Darmgesundheit verbessern. Zähne bleichen. Falten bügeln. Wasser trinken.Netter sein. Und so weiter…


Dieses Hamsterrad kann echt müde machen, nicht wahr?

Zu oft fühlt sich Selbstliebe an, wie ein weiterer Punkt auf der To-Do-Liste. Eine Antwort auf den ständigen Druck, sich selbst zu verbessern. Aber was wäre, wenn es einen besseren Weg gäbe?


Selbstliebe & Selbstfürsorge sollten sich gut anfühlen, nicht nervig


Also, wenn die Idee von Selbstliebe (oder Selbstfürsorge) sich für Dich schon wie eine Last anfühlt, horche einmal in Dich hinein. Fühlt es sich vielleicht deswegen so an, weil Du „alle Sachen“ machen möchtest? Gib Dir selbst die Erlaubnis, Dinge einfach zu gestalten.


Beginne mit nur ein paar gesunden Gewohnheiten, die Dir helfen, Dir auf einfache Weise ein Stück Selbstliebe zu geben. Das möchte ich heute mit Dir entdecken. Hier findest Du 6 einfache Selbstliebe-Übungen, die Dir für den Anfang helfen werden.


6 einfache Übungen für mehr Selbstliebe & Selbstfürsorge


1. Beginne den Tag bedächtig und bewusst


Wenn die Zeiten stressig sind, ist es leicht am Morgen gleich mal das Frühstücksfernsehen anzuschalten und sich (meist mit schlechten oder völlig belanglosen) News berieseln zu lassen, oder geistesabwesend durch Social Media Portale zu scrollen, während man nebenbei sein Frühstück runterschlingt.


Aber es geht auch anders. Gib Dir selbst ein Versprechen, morgens Deine Batterien aufzuladen und den Tag bewusst anzugehen. Dehnübungen oder Yoga wirken Wunder und Du spürst wie gut es sich anfühlt, Deine, über Nacht verkürzten Glieder, genüsslich zu recken und zu strecken.


Oder wie wäre es mit 10 Minuten Meditation, um sich innerlich auf den Tag einzustimmen? Vielleicht nimmst Du Dir aber auch kurz Zeit, um Deine Gedanken für den Tag, Deine Erwartungen und Wünsche niederzuschreiben. Was immer für Dich funktioniert, probiere es aus. Wenn Du dafür 15 Minuten früher aufstehen musst, tu es! Diese süße Zeit der Selbstliebe ist es wert.


2. Gib Deinem Körper Starthilfe


Wenn Du Dich entscheidest, gleich in der Früh etwas für Deinen Körper zu tun, setzt Du damit den Ton für den ganzen Tag. Wasser mit frisch gepresstem Zitronensaft, grüner Saft, oder ein herzhafter Smoothie. Solche Nahrungsmittel geben Dir einen ganzen Schwung an langanhaltender, nährstoff-beladener Energie.


Und wenn Du Kaffee liebst? Kein Thema, das tue ich auch und Du musst ihn Dir nicht verkneifen. Versuche nur, ihn nicht auf nüchternen Magen zu trinken. Nähre Dich erst mit Zitronenwasser, Smoothie, oder einem grünen Saft, um Deinem Körper einen Schuss Nährstoffe, basische Flüssigkeit und Antioxidantien zu gönnen. Danach kommt der duftende schwarze Wachmacher dran.


Dies ist übrigens das Prinzip “hinzufügen statt streichen”. Viele Ernährungstipps drehen sich darum, was man alles weglassen sollte und werden daher ungern, oder gar nicht befolgt. Ich dagegen glaube, dass es bei wahrer Gesundheit nicht um Entzug und Mangel geht, sondern um Fülle und Vielfalt. Wenn Du genügend Gutes und Außergewöhnliches auf Deinen Teller (oder in Dein Leben) packst, wird das Mittelmäßige ganz von selbst verdrängt.


Selbstliebe Spickzettel


3. Beschäftige Dich mit Deinen (Sehn)-Süchten


Im Laufe des Tages kann es vorkommen, dass Deine Süchte, oder Gelüste sich in den Vordergrund drängen. Vielleicht sind es Kekse, Chips, eine geistesabwesende Stunde auf Facebook oder Zigaretten. Bei diesen Süchten geht es nicht immer um Zucker, Koffein, oder was auch immer Du verlangst. Viel öfter ist es ein Hilferuf Deiner Seele.


Anstatt sinnlos Deinen Gelüsten nachzugeben, frage Dich stattdessen, was sie bedeuten könnten. Brauchst Du mehr Süße, mehr Freundlichkeit in Deinem Leben? Liebe? Eine Entschuldigung? Eine Auszeit? Was ist es, dass Deine Gelüste versuchen zu kompensieren? Und was könntest Du stattdessen tun, um das Verlangen zu stillen und Deine Seele zu versöhnen?


Bedenke, Du erhältst sehr viel bessere Ergebnisse, wenn Du etwas in Dein Leben hinzufügst, um dem Verlangen zu begegnen, statt zu versuchen, das Verlangen durch Verzicht zu unterdrücken.


4. Deine tägliche 10. Zieh sie durch!


Keine Frage. Du fühlst Dich besser, wenn Du Deinen Körper bewegt hast. Aber vielleicht ist es schwierig, ein tägliches Workout-Programm in Deinen Alltag zu integrieren. Also lass uns mit etwas Einfachem starten: Bewege Dich täglich für 10 Minuten!


Auch wenn Du keine Zeit hast für Fitness Studio oder ähnliches, Du hast täglich 10 Minuten Zeit für Bewegung. Lass es was einfaches sein, etwas, was sich für Dich gut anfühlt. Geh kurz spazieren, mache ein paar Dehnungsübungen auf dem Wohnzimmerteppich, oder dreh Deine Lieblingsmusik auf und tanze als gäbe es kein Morgen mehr.


5. Kümmere Dich um Deine Seele


Die Nährstoffe auf Deinem Teller sind nicht die Antwort auf alles, wenn es um die Fragen der Gesundheit geht. Wir müssen auch unsere Seele nähren. Wir müssen Platz machen für die Aktivitäten, die uns Freude machen und uns erfüllen. Ohne sie, verkümmern wir. Also, was ist es, was Du für Dich tun kannst, um Dir ein Lächeln auf die Lippen zu zaubern?


Vielleicht möchtest Du mal wieder ein Bild malen, tanzen, ein Bad nehmen, oder einen langen Spaziergang machen? Hast du schon lange nicht mehr mit Deiner besten Freundin telefoniert oder warst mit Deinem Partner essen? Alles ist erlaubt, was Deine Seele nährt. Also, was ist es für Dich? Was erdet Dich, macht Dich glücklich oder erfüllt Dich? Was auch immer es ist, mach es öfter.


6. Sei nachsichtig mit Dir


Leid ist ein Teil des Lebens. Wir können es nicht vermeiden. Der Trick ist, es nicht zu verdrängen, sondern es zu akzeptieren und Dich selbst mit Mitgefühl und Liebe zu behandeln. Das soll nicht heißen, dass Du in Selbstmitleid baden sollst.


Mitgefühl mit Dir selbst, mit Deinen Gefühlen, Verständnis für Deinen Schmerz haben, wird Dir helfen. Stellenweise kann ein Aua bleiben, aber es wird Dich nicht umbringen. Wir alle haben unsere Narben. Sie geben uns Charakter. Sie sind ein Teil von uns – weder schön noch häßlich – sie sind halt da. Und sie laden uns ein, Selbstliebe zu praktizieren.


Selbstliebe bedeutet: Fortschritt statt Perfektion


Zeit, das Hamsterrad zu verlassen. Dein neues Mantra für Selbstliebe ist “Fortschritt statt Perfektion”. Denn, wenn wir extrem starten und extreme Ergebnisse erwarten, begeben wir uns schon auf den Pfad der extremen Enttäuschung.


Stattdessen, lass uns eine neue, freundliche Art der Selbstliebe definieren. Eine, in der ein paar gesunde Gewohnheiten unser Leben stabiler machen. Eine, in der wir uns genährt fühlen – in Körper, Geist und Seele.


Für Deine ersten Schritte der Selbstliebe diese Woche bedenke bitte: Einfach. Locker. Anmutig. Lass Dich von der Schildkröte inspirieren. Langsam aber stetig. Von der spirituellen Seite aus gesehen, gibt es sowieso keine Eile. Nur Wachstum und Entwicklung.


Du bist dran: Was ist die eine, einfache Sache, die Du heute tun kannst um Dich zu wertschätzen?


Ich wünsche Dir viel Liebe und Selbstliebe,

Deine Nicole


P.S. Brauchst Du etwas mehr Zeit für Dich? Dann probiere mal meine Meditationen für Vielbeschäftigte. Kurze, meditative Tracks und Atemübungen werden Dir helfen, Ruhe und Kraft in Dir selbst zu finden. Selbstliebe auf die ganz besondere Art.

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