Der perfekte Moment


"Ich würde gerne anfangen, aber..."


Wartest Du auch auf den „perfekten Moment“, um Dich besser zu ernähren, Sport zu treiben oder endlich in Form zu kommen?


Verschiebst Du Deine Traumreise, Dein neues Projekt oder Dein „ich wollte schon immer mal....“ auf später?


Wenn ja, kommen Dir einige dieser Sätze vielleicht bekannt vor:

  • Wenn ich einen anderen Job bekomme

  • Wenn weniger los ist

  • Wenn ich einen Trainingspartner finde

  • Wenn ich die richtige Ausrüstung habe

  • Wenn ich 20 kg verliere

  • Wenn mein Partner mitmacht

  • Wenn ich in Rente bin

Morgen. Nächste Woche. Später. Irgendwann. NIE!


Der Mensch „wartet immer auf den perfekten Moment“. Aber wieso?

Für viele ist es Ablenkung und Rechtfertigung. Es hilft uns, die echte – und riskante – Arbeit zu vermeiden.


Andere fürchten sich vor Kritik und Versagen.

„Ich könnte ___ aber ___“ schützt uns vor diesem Schmerz.


Leider ist es auch das, was uns davon abhält, zu wachsen, zu gedeihen und der zu sein, von dem wir wissen, dass wir das Potenzial haben, zu sein.


Es gibt keinen perfekten Moment


In der Tat, wenn wir von einem Moment sprechen, der beispielsweise ungefähr zehn Sekunden lang ist, bedeutet dies, dass ein einzelner perfekter Moment ein sehr, sehr, sehr kleiner Teil Deines Lebens ist.


Ja, feiere den perfekten Moment, wenn er kommt. Aber warte nicht darauf.


Nimm Dir Deine Momente. Mache Dir Deine Momente selbst.


Niemand wird dir irgendwelche Momente geben.

Jage sie. Verfolge sie. Mache sie möglich.


Es gibt eigentlich immer einen perfekten Moment.

Dieser perfekte Moment ist jetzt.

Hier. Heute. Der Zeitsplitter, den Du in genau dieser Sekunde hast.

Denn das ist alles, was Du hast: jetzt.


Fang einfach an. Am Anfang


Hier ist ein weiteres Geheimnis. Du musst nicht wirklich arbeiten, um zum nächsten Moment zu kommen. Alles, was Du tun musst ist, zu starten.


"Aber ich kann nicht!" sagst Du. „Ich kann nicht anfangen, das ist ja das Problem!“

Nein, ist es nicht. Wenn Du nicht anfangen kannst, springst Du bereits zu weit nach vorne.

Du fängst nicht mit dem Start an. Du versuchst, irgendwo in einer imaginären Mitte anzufangen.


Nehmen wir zum Beispiel an, Du beginnst mit dem Lesen über Ernährung.

Das kann ein guter Anfang sein – wenn es Dich zum nächsten Moment bringt.


Aber es ist kein guter Anfang, wenn Du Dich durch eine Unmenge von Blogs und Erfahrungsberichten klickst, bis es Zeit für das Licht-Aus ist und Du heute keine einzige gute Ernährungswahl getroffen hast.


Vielleicht ist der Anfang für Dich nicht das Lesen.


Es sollte etwas anderes sein, wie zum Kühlschrank zu gehen, einen frischen Apfel auszusuchen und ihn zu essen.


Oder mach Dir eine Einkaufsliste und lege sie für morgen neben Deinen Autoschlüssel.


Oder lies eine Speisekarte aus dem Restaurant, das Du besuchen möchtest, und wähle im Voraus die Salatoption aus.


Starten vs. Beginnen


Starten bedeutet, Aktionen einzuleiten. Beginnen bedeutet, sich auf irgendeine Art und Weise zu verpflichten. So weißt Du, dass es ein echter Anfang ist.


Das Starten beginnt, wenn Du einen Fuß hebst und vor den anderen stellst, nicht wenn Du darüber nachdenkst, welchen Weg Du nehmen sollst oder Dich fragst, ob Du andere Schuhe hättest tragen sollen.


Für manche Leute muss der Start eine noch kleinere Aktion sein. Das Starten kann nur das Anheben des Fußes sein. Oder ihr Gewicht auf ein Bein verlagern.

Vielleicht brauchst Du dabei Hilfe. Das ist in Ordnung.

Solange sich etwas bewegt, ist das ein Anfang.


Setze Dich durch


Viele Menschen, die etwas Neues beginnen denken, dass sie gescheitert sind, weil sie auf Widerstand stoßen.


Weil Brokkoli beim ersten Versuch bitter schmeckt und er versehentlich zu lange gekocht wurde, kannst Du einfach kein Gemüse essen.


Weil die ausgedruckte Übungsliste auf dem Küchentisch vergessen wurde, kannst Du im Fitnessstudio nicht mehr trainieren.


Weil Deine Beine beim Aufstieg schmerzen, bist Du nicht bereit, diesen Hügel zu erklimmen.


Das Starten wird sich, zumindest anfangs, oft wie Widerstand anfühlen.


Gib der Sache Zeit. Widerstehe dem Drang, auf Pause zu drücken. Setze Dich durch. Es wird besser.


Denke daran: Du musst nicht die gesamte Reise gegen den Widerstand ankämpfen.

Du musst nur den Widerstand der ersten Momente überwinden


Deine nächsten Schritte


Wenn Du immer noch „auf den perfekten Moment“ wartest, versuche es mit diesen Tipps, damit Du Dich nicht länger festgefahren fühlst und beginnen kannst.


  1. Der perfekte Moment ist JETZT

Erkenne, dass es keinen perfekten Moment gibt und nie geben wird.

Es gibt nur JETZT. Die Gegenwart.

Nimm Dir die Zeit, auch wenn sie nicht perfekt ist.

Niemand wird dir diese Zeit geben. Du musst sie Dir nehmen.