Darmgesundheit verbessern. So geht’s

Aktualisiert: 15. Aug. 2021



Gesundheit entsteht im Darm


Dein Darm ist die Quelle Deines mentalen und physischen Gesundheitszustandes. Du wünschst Dir ein starkes Immunsystem, eine reibungslose Verdauung, einen klaren Kopf und reine Haut? Das Geheimnis liegt in Deinem Darm.


Ein schwacher Magen-Darm-Trakt ist oftmals der Ursprung einer (chronischen) Erkrankung. Symptome wie unreine Haut, Anfälligkeit für Erkältungen oder immer wiederkehrende Infekte, Erschöpfung und Müdigkeit, Gereiztheit, Unkonzentriertheit und vieles mehr, können auf einen kranken Darm hindeuten.


Dieses komplexe System in der Mitte Deines Körpers zu unterstützen und zu stärken, wird für Dich eine nachhaltige Verbesserung Deines Wohlbefindens herbeiführen. Ich weiß, das klingt zu gut um wahr zu sein, aber so einfach ist es tatsächlich. Oder vielleicht sage ich nicht „einfach“, denn es ist eine umfangreiche Aufgabe seinen Darm zu reinigen, zu sanieren und zu pflegen, aber es funktioniert! Ich habe es an mir selbst und zahlreichen Kunden erleben dürfen.


Was passiert im Darm?


Würden wir alle Bakterien, die in unserem Darm leben, auf die Waage legen, wären das ungefähr 2 kg! Diese kleinen Lebewesen sind unsere Mitbewohner, und wir sind ihr Lebensraum. Wir füttern sie und im Gegenzug zerkleinern sie unsere Nahrung, stellen Nährstoffe her und bekämpfen Parasiten, Bakterien, Pilze und Toxine – sprich, sie verteidigen ihren Lebensraum und halten uns dadurch gesund.


Wie in jeder WG funktioniert dieses Zusammenspiel nur, solange sich alle an die Regeln halten und ihren Beitrag leisten. Für uns heißt das: wir unterstützen unsere guten Bakterien mit gesunder Nahrung, ausreichend Flüssigkeit, und einer möglichst stressfreien Grundeinstellung. Was wir essen, trinken und denken hat einen direkten Einfluss auf den Darm bzw. auf die Bakterien in unserem Darm.


Darmbakterien, unsere stillen Mitbewohner


Es gibt gute und schlechte Bakterien. Diese einfache Unterscheidung kann man bei Darmbakterien tatsächlich machen. Wie immer im Leben, geht es auch hier um das gesunde Gleichgewicht.

Wenn Dein Darm in top Zustand ist, dann gehören etwa 80-85 % zu den guten Bakterien, während die restlichen 15-20 % die Bösen sind. Das merkst Du dann auch. Du fühlst Dich super, hast viel Energie, wirst selten krank und Dein Stuhlgang ist regelmäßig und problemlos. Das Leben ist schön.


Wenn die schlechten Bakterien das Ruder übernehmen, wird es haarig. Sie zerstören alles, was die guten Bakterien aufgebaut haben, schädigen die Darmschleimhaut, die Darmwände (Leaky Gut) und verursachen allerlei gesundheitliche Probleme, unter anderem Entzündungen, Pilzinfektionen,  Allergien, Arthritis, Kopfschmerzen, Depressionen, Autoimmunerkranken und viele mehr.


Darmbakterien im (Un)-Gleichgewicht


Medikamente (besonders Antibiotika und solche zur Neutralisierung der Magensäure), Umweltgifte und Chemikalien, Stress und Krankheiten, beeinflussen das Verhältnis zwischen guten und schlechten Bakterien im Darm erheblich. Wenn das Milieu im Darm sich verändert, werden die guten Bakterien verdrängt, die schlechten Bakterien sind in der Überzahl. Diesen Zustand nennt man Dysbiose

Zum Glück haben wir es komplett in der Hand, welchen Bakterien wir gestatten, bei uns zu wohnen. Die schlechten Darmbakterien haben nämlich eine entscheidende Schwachstelle: Sie lieben Zucker. Deswegen beeinflusst Deine Ernährung in hohem Maße das Verhältnis zwischen guten und schlechten Bakterien. 


Wechselwirkung zwischen Kopf und Darm


Wusstest Du, dass Du zwei Gehirne hast? Ja, SO schlau bist Du! Das zentrale Nervensystem (Gehirn und Rückenmark), kontrolliert fast alle bewussten und unbewussten Handlungen innerhalb Deines Körpers. Jetzt rate mal, wo sich Dein zweites Gehirn befindet? Richtig, in Deinem Darm!


Ja, Dein Darm hat tatsächlich ein eigenes Nervensystem, auch Bauchhirn genannt. Dein Bauchhirn beherbergt 100 Millionen (ganz schön viele) Neuronen innerhalb Deiner Darmwand. Diese kleinen Neuronen senden Informationen durch Deinen ganzen Körper. Sie kontrollieren auch Deine Verdauung, senden Statusberichte an Dein Gehirn und informieren es darüber, wie es in Deinem Darm aussieht.


Der Mensch und seine zwei Gehirne


Deine zwei Nervensysteme haben eine interaktive Beziehung, die gerade erst wissenschaftlich erforscht wird durch das Gebiet der Neurogastroenterologie. Während Dein Bauchhirn die Verdauung kontrolliert, können Signale vom Gehirn, wie Stress oder Panik, dramatische Effekte auf die Funktion der Verdauung haben. Anders herum bekommt Dein Gehirn Signale von Deinem Bauchhirn, welche Deine Stimmung und Gefühle beeinflussen.


Tatsächlich wird die Mehrheit des Hormons Serotonin (ein Neurotransmitter, der Deine Stimmung, Deinen Schlaf u.v.m. beeinflusst), im Darm hergestellt und nicht in Deinem Gehirn. Alles ist miteinander verbunden!


Wichtigster Bestandteil des Immunsystems? Der Darm!


„Stärken Sie Ihr Immunsystem!“ Diesen Tipp bekommt man überall zu hören, aber was heißt das eigentlich? Die wenigsten Menschen wissen, dass rund 80 % ihres Immunsystems im Darm wohnt! Denn es sind die weißen Blutkörperchen in der Darmschleimhaut, die den entscheidenden Bestandteil unseres Immunsystems ausmachen, da sie schädliche Bakterien und Eindringlinge identifizieren und unschädlich machen. Wenn schädliche Bakterien mit Deiner Nahrung eintreffen, dann wird die körpereigene Immunabwehr im Darm aktiviert und verhindert so, dass sie durch die Darmschleimhaut in den Blutkreislauf gelangen.


So fördert man Darmgesundheit 


Gute Darmbakterien benötigen gute Bedingungen, um gedeihen zu können. Nur dann verhindern sie erfolgreich, von den schlechten Bakterien übermannt zu werden. Sie müssen deutlich in Überzahl die Darmschleimhaut besiedeln, denn sie ist das einzige, was zwischen dem Inhalt Deines Darms und Deinem Blutstrom liegt. Du kannst Dir Deine Darmwände als großen Parkplatz vorstellen. Es gibt nur eine begrenzte Anzahl an Parkplätzen. Diese freien Plätze möchtest Du für Deine guten Darmbakterien freihalten, damit die schlechten Bakterien nicht halten können. Reserviere die Parkplätze für Deine guten Darmbakterien, indem Du folgende Tipps beherzigst:


1. Unterstütze Deinen Darm durch vollwertige, überwiegend pflanzenbasierte, natürliche, frische, nährstoffreiche Lebensmittel


2. Pflege einen gesunden Lebensstil (weniger Stress, regelmäßige Bewegung, möglichst geringen Kontakt mit Chemikalien und Umweltgiften, genügen Schlaf und Regeneration). All diese Maßnahmen unterstützen eine gesunde Darmflora und halten die schlechten Bakterien in Schach.


3. PRObiotische Ernährung besteht hauptsächlich aus fermentierten Produkten. Sauerkraut, Kimchi, Miso, Mikroalgen sind wunderbare pflanzliche probiotische Nahrungsmittel. Alles was pasteurisiert oder auf Essig-Basis hergestellt wurde, solltest Du vermeiden, denn das bringt die guten Bakterien um die Ecke.


4. PRÄbiotische Ernährung. Präbiotika sind die unverdaulichen Bestandteile von Lebensmitteln (meistens die Faserstoffe von Pflanzen), die den guten Darmbakterien als Nahrung dienen. Daher ist eine vollwertige, pflanzenbasierte, ballaststoffreiche Ernährung mit viel Gemüse, Obst, Vollkorngetreide und Hülsenfrüchten für eine ausgeglichene und gesunde Darmflora absolut entscheidend.


5. Probiotika als Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen ist vor allem nach der Behandlung mit Antibiotika sehr sinnvoll.


6. Iss regelmäßig, aber nicht ständig (und nicht spät in der Nacht). Alle 90 Minuten bis zwei Stunden, bewegen sich die feinen Muskeln in Deinen Gedärmen und befördern Deine Bakterien und Abfälle durch den Darm. Dieser Prozess wird jedes Mal unterbrochen, wenn Du isst. Das ist auch der Grund, warum andauerndes Essen und zwischendurch snacken, die Verdauung deutlich verlangsamt und zu einem Übermaß an bakteriellem Wuchs führt.


Regelmäßiges Essen hilft, Blähungen und Verstopfung zu verhindern – aber längere Pausen zwischen den Mahlzeiten solltest Du einhalten. Daher ist es auch sinnvoll, spätestens ab 20 Uhr (eher früher) keine großen und schweren Mahlzeiten mehr zu Dir nehmen. So gönnst Du Deinem Magen-Darm-Trakt eine lange Pause bis zum nächsten Frühstück.


7. Sorge für einen ausgeglichenen Wasserhaushalt. Dein Darm benötigt Wasser, um den Speisebrei durch den Magen-Darm-Trakt zu befördern. Wenn Du dehydriert bist (und das bist Du spätestens dann, wenn Du Durst verspürst), kann das zu einem Ungleichgewicht Deiner Darmbakterien führen und Entzündungen begünstigen. Hilf Deinem Darm und trinke viel (mindestens 2 l täglich) klares, kohlensäurefreies Wasser.


8. Die schlechten Darmbakterien haben eine Schwäche: Zucker! Wenn Du industriell verarbeitetes, zuckerreiches Essen zu Dir nimmst, servierst Du Deinen schlechten Darmbakterien ein wunderbares All-You-Can-Eat Festessen. Willst Du das? 


9. Reduziere Stress. Weißt Du noch, wie wir über die Verbindung zwischen Darm und Gehirn gesprochen haben? Wenn Du ständig unter Stress stehst, begibt sich Dein Gehirn in den Kampf-oder-Flucht-Modus. Dann ist keine Zeit zum Verdauen, Dein Blutfluss im Darm wird verlangsamt, der Speisebrei nicht weiter befördert und die Produktion von Verdauungssäften  wird gehemmt. All diese Stressreaktionen resultieren in einer schlechten Verdauung. Kümmere Dich um Deine Verdauung, indem Du den Umgang mit Stress lernst. Vielleicht versuchst Du es mit Meditation, Atemübungen, Aufenthalt in der Natur und unzähligen anderen Methoden, die Dir helfen können, Stress zu reduzieren. Auch mein Startpaket kann Dir eine große Hilfe sein: 


Button Startpaket

Ich hoffe, diese Informationen inspirieren Dich zu einer neuen Lieben zu Deinem Darm.

Ich wünsche Dir eine gute Darmbakterien, 


Deine Nicole


P.S.

Eine der besten Wege Deinen Darm zu unterstützen ist mit frischer, pflanzenbasierter Ernährung. Brauchst Du Hilfe bei der Umstellung? Weißt Du nicht, wo Du anfangen sollst oder willst Du einfach nur mal reinschnuppern? Dann ist mein 3-Tage-Detox-Programm für Dich genau das Richtige. Mit dieser Einführung die Welt der pflanzenbasierten Ernährung zeige ich Dir, wie vielfältig, köstlich und gesund man sich rein pflanzlich ernähren kann.

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