Die 4 besten Öle zum Kochen


Was früher mal ein wertvolles Grundnahrungsmittel war, ist über die letzten Jahre ziemlich in Verruf geraten.


Fette und Öle sind seit den „fettfreien“ 80er Jahren verpönt und haben einen schlechten Ruf als Dickmacher.


Nun sind es hochverarbeitete und raffinierte Pflanzenöle und Transfette die in unseren modernen Lebensmittel vorherrschen und zu nachweislich mehr Krankheiten führen.


Höchste Zeit, gesunde Fette und Öle wieder zurück in die Küchen zu bringen und unserem Körper die wertvollen Fette zuzuführen, die er für eine stabile Gesundheit und volle Funktionsfähigkeit braucht.


Die Auswahl der besten Öle zum Kochen besteht im Grunde aus nur zwei Ansätzen.

  • Erstens: Ist das Öl oder Fett in seiner Rohform und in geringen Mengen für den menschlichen Verzehr geeignet?

  • Zweitens: Hat das Öl einen hohen Rauchpunkt, das heißt, verträgt es hohe Temperaturen, bevor es oxidiert, wodurch schädliche freie Radikale entstehen können?

Meine Top 4 Speiseöle


1. Kokosnussöl


Kokosöl ist eine der besten Ergänzungen für jede Vollwert-Speisekammer.


Der größte Anteil an Fett in diesem Öl stammt von einem gesunden gesättigten Fett namens Laurinsäure, das nachweislich Deinen Körper dazu anregt, Fett zu verbrennen. Außerdem erhöht es das gute Cholesterin (HDL) in Deinem Blut, was dazu beitragen kann, das Risiko von Herzerkrankungen zu verringern.

Und was am wichtigsten ist, wenn es ums Kochen geht: Kokosöl ist bei hohen Temperaturen oxidationsbeständig, was es zu einem besonders stabilen Öl zum Braten macht.


Der herrlich duftende Geschmack macht es außerdem ideal für alle asiatisch inspirierten Gerichte.


2. Olivenöl extra nativ (vergine)


Keine Küche ist komplett ohne kaltgepresstes natives Olivenöl extra. Wenn möglich, ist auch hier Bio am besten. Aber was unterscheidet es von normalem Olivenöl?


Bei Bio Olivenöl extra nativ handelt es sich um Öl höchster Güteklasse. Die Gewinnung erfolgt direkt aus der Olive durch mechanische Verfahren, ohne chemische Behandlung oder Erhitzung und ist ausschließlich kalt gepresst.


Olivenöl ist ein köstliches Dressing für sich allein, aber vor allem in der mediterrane Küche unentbehrlich.


Natives Olivenöl extra hat weitreichende gesundheitliche Vorteile, darunter die Verbesserung der Herzgesundheit, die Förderung der Gehirnfunktion und wirkt vorbeugend gegen Krebs.


Ebenso wie Kokosnussöl kann es auch mit mäßig hohen Temperaturen umgehen, ohne zu oxidieren, es eignet sich also für kurzes Braten.


3. Bio-Butter von grasgefütterten Tieren


Im Gegensatz zu Milch enthält Butter sehr wenig Laktose, den Milchzucker, auf den viele Konsumenten reagieren. Daher gibt es viele Menschen, die zwar Milch nicht gut vertragen, beim Verzehr von Butter aber keine Probleme haben. Das hat mit dem Herstellungsprozess der Butter zu tun.


Was Milchkühe fressen, hat großen Einfluss auf den Nährwert der von ihnen produzierten Milch – und der Butter, die aus dieser Milch hergestellt wird. Studien haben gezeigt, dass die Produkte von grasgefütterten Tieren eine reichere Quelle an Vitamin A, Omega-3-Fettsäuren und Vitamin K2 sind, als herkömmliche Butter.


Wenn Du Dich also dafür entscheidest, kleine Mengen Milchprodukte in Deine Ernährung aufzunehmen, kommst Du an hochwertiger Bio-Butter aus Weidehaltung nicht vorbei.


Butter bleibt natürlich trotzdem noch eine konzentrierte Quelle von Fetten und Kalorien, daher ist es wichtig sicherzustellen, dass Du Deine Gerichte nicht darin ertränkst.


Ich verwende beim Kochen gelegentlich auch Butter gemischt mit Olivenöl. Das trägt dazu bei, dass die Butter nicht anbrennt.


4. Ghee


Ghee ist der heilige Gral der Milchprodukte. Es ist eine Form von geklärter Butter, die traditionell in der asiatischen Küche verwendet wird und aus den heilenden Wurzeln des Ayurveda stammt.

Der Prozess der Umwandlung von Butter in Ghee beinhaltet das Schmelzen, um die Milchfeststoffe zu entfernen.


Das Endergebnis, Ghee genannt, hat deutlich weniger Milchzucker und Proteine ​​​​und ist somit noch besser verdaulich für diejenigen, die laktoseempfindlich sind.


Im Gegensatz zu Butter wird Ghee bei Raumtemperatur nicht ranzig und behält seinen ursprünglichen Geschmack und seine Frische bis zu einem Jahr.


Ghee fördert die Verdauung


Während andere Fette und Öle den Verdauungsprozess des Körpers verlangsamen und ein schweres Gefühl im Magen hervorrufen können, regt Ghee das Verdauungssystem an, indem es die Produktion von Magensäure anregt, um Nahrung abzubauen. Ghee ist aufgrund des nussigen Geschmacks und der hohen Brenntemperatur eine meiner unverzichtbaren Zutaten zum Kochen.


Ohne Fett geht es nicht


Gesunde Fette in gesunden Maßen genossen, sind für eine stabile Gesundheit absolut erforderlich. Von der Gehirnfunktion bis zur Herzgesundheit sind die richtigen Fette essentiell und unentbehrlich.

Im Umkehrschluss ist eine fettfreie Ernährung keine gute Idee und führt auf lange Sicht zu weitreichenden gesundheitlichen Nachteilen. Warum das so ist, habe ich in einem früheren Artikel bereits beleuchtet (Link siehe unten).


Verbessere Deine Gesundheit mit kleinen Schritten wie z.B. dem Austausch Deines Speiseöls und investiere damit langfristig in Dein Wohlbefinden.


Ich wünsche Dir viele gesunde Fette und Öle,


Deine Nicole


Weiterführende Links:

Fettfreie Ernährung? Bloß nicht!

Kuhmilch? Es gibt bessere Alternativen!


P.S. Möchtest Du noch mehr für Deine Gesundheit tun? Dann probier mein 3-Tage Detox Programm. Eine tolle und einfache Methode, den Weg in die pflanzlich-vollwertige Ernährung zu entdecken.